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Artikel vom 07. August 2026Wissenstransfer Teil III

Nachdem wir bereits etwas über die unterschiedlichen Arten der Wissensübertragung bei Unternehmen und Hochschulen erfahren haben und auch schon einiges über die Vermittlung von technologiegebundenem Wissen durch den Technologietransfer (siehe InnoBlog „Wissenstransfer“ und „Wissenstransfer II“), steht nun der Teil des Wissenstransfers an, der durch Ausgründungen geleistet wird. In Ausgründungen steckt nämlich sehr viel Wissen, das durch Ausbildung erworben worden ist und Kreativität, die zusammen dann hoffentlich eines Tages in große Innovationen münden werden. Und wie wir schon oft gehört haben, sind Innovationen der Motor der Wirtschaft, weswegen das Wort „Innovation“ ja auch zu den Lieblingsaussprüchen von Politikern gehört. Wenden auch wir uns nun dem etwas neueren Ausbildungsfeld der Hochschulen zu und schauen, welche Services angeboten werden, um Aus- und Neugründungen für das große Haifischbecken vorzubereiten.

Spin-offs (Ausgründungen)

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Das dritte und relativ neue Transferfeld der Hochschulen betrifft deren Ausgründungen oder Spin-offs. Spin-offs haben den Vorteil, dass sie von bereits vorhandenen Ressourcen des Mutterkonzerns bzw. der Mutterorganisation profitieren. Dazu können zum Beispiel Infrastruktur, Kapital, Berater und Know-how gehören. Diese sollten nicht mit Start-ups (Neudeutsch für Neugründungen) verwechselt werden, denn die entstehen nicht direkt aus einer Hochschule, Organisation oder einem Unternehmen heraus, sondern mit Verzögerung von Gründungswilligen und Pionieren, die die Hochschule oder das Unternehmen bereits verlassen oder erst gar nicht besucht haben. Das ist ganz schön verwirrend, da viele Unternehmen und Universitäten Start-up-Center betreiben, aber dabei vor allem sehr viele Spin-offs betreuen.

In Deutschland zählen die Hochschulen laut Gründungsradar zu den zentralen Akteuren im Hinblick auf Gründungen und können Treiber ökonomischen Wachstums sein, wobei der primäre Fokus auf schnell wachsenden, technologiebasierten Unternehmen liegt. Dass dies hin und wieder durchaus erfolgsgekrönt sein kann, zeigen Beispiele für hochschulgenerierte Einhörner (Unternehmensbewertung von mehr als 1 Mrd. USD) wie z.B. Celonis und Lilium von der TUM oder auch CureVac aus Tübingen, wobei Letzteres im Januar 2026 vom ehemaligen Konkurrenten BioNTech SE übernommen und dann aufgelöst wurde. Hier gilt zu beachten, dass die Bewertung eines neuen Unternehmens auch mit sehr viel Hoffnung und Goldgräbermentalität verbunden ist und damit in den Bereich der „High-Risc Speculation“ fällt, vergleichbar mit einem Münzwurf, bei dem es um viele Millionen geht, gerade in der Biotech-Branche. Die Gründerszene richtet sich gerne nach solchen enormen Erfolgsstorys, die eigentlich noch gar keine sind, da die neuen Firmen häufig noch kein Produkt auf den Markt gebracht haben und somit auch noch nicht innovativ sind, sondern rein von der Hoffnung getragen werden. Das innovationsverwöhnte Bundesland Baden-Württemberg mit seinem oft proklamierten Innovationsmotor wurde jahrzehntelang auch gar nicht durch Einhörner, sondern viel mehr durch traditionsreiche Familienunternehmen getragen, vor allem in der Textil- und Automobilbranche.

Nichtsdestotrotz strebt das gesamte Land nach Sprunginnovationen und die Hochschulen sollen es nun richten. Darum wurden an vielen Hochschulen Bedingungen für Studierende und Forschende geschaffen, damit diese einen Wissenstransfer in Form einer Ausgründung generieren können. Zu den diversen Aktivitäten, die den Start für eine kommerzielle Nutzung der eigenen Ergebnisse vorbereiten sollen, zählen u.a. Formate wie Gründungsberatung, Ideenwettbewerbe, Prototyping-Werkstätten, Maker Spaces sowie Incubator- und Accelerator-Programme. Schauen wir uns die Formate doch etwas genauer an:

Gründungsberatung

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Bei der Gründungsberatung geht es darum, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die die Selbstständigkeit für sich entdeckt haben, Hilfestellungen zu geben, damit sie befähigt sind, die ersten Jahre als Unternehmerinnen und Unternehmer zu überleben. Hilfestellungen werden häufig bei der Entwicklung der eigenen Idee bzw. des eigenen Konzepts benötigt sowie bei deren Überprüfung und Optimierung. Die Wenigsten haben zuvor schon einmal einen Business Plan geschrieben, geschweige denn, sich mit dessen Inhalt beschäftigt. Auch wenn man den Business Plan vielleicht nie wieder nutzt, weil er sich schnell selbst überlebt hat, so ist er doch eine wichtige und förderliche Maßnahme, um sich erstmalig intensiv mit Eckpfeilern eines Unternehmens auseinanderzusetzen. Und mit zu den wichtigen Entscheidungen, die am Anfang der Unternehmensreise getätigt werden müssen, gehört eben auch, sich für die richtige Rechtsform zu entscheiden. Hierzu muss geklärt werden, was die Vor- und Nachteile einer Personen- und einer Kapitalgesellschaft sind und welche Form die Chancen und Risiken der eigenen Idee am besten abdeckt.

Gründerfinanzierung

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Auch ist es wichtig zu wissen, wie man als Selbständige bzw. als Selbstständiger morgens die Butter auf‘‘s Brot bekommt. Gestaltet sich die Finanzierung für das eigene Unternehmen eher übersichtlich, wäre eine Triple F-Finanzierung (FFF - Family, Friends and Fools) oder ein Crowdfunding durchaus eine Option. Stehen allerdings am Anfang größere Anschaffungen an, weil man vielleicht Prototypen in Serie produzieren möchte, sollte man sich gleich um finanzstarke Unterstützung bemühen. Hierzu zählen die klassischen Banken, Private Equity Firmen, Business Angels und Fördermaßnahmen von Bund und Ländern.

Doch Vorsicht…es gibt weder im Privatleben noch im Geschäftsleben etwas umsonst. Wer Geld verleiht, möchte auch etwas dafür haben oder wie die US-Amerikaner zu sagen pflegen: „There is nothing like a free meal“ und „There is always a catch“. So schützen sich z.B. Kapitalgesellschaften gegenüber Ansprüchen Dritter durch ihre Kapitaleinlage. Banken wissen das und hebeln dies bei Darlehen durch eine Durchgriffshaftung wieder aus. Auch Venture Capital Firmen haben nichts zu verschenken und bestehen bei Finanzierung häufig auf einen nicht unerheblichen Firmenanteil oder aber sogar auf die Implementierung einer eigenen Geschäftsführung. Sie pushen junge Unternehmen gerne sehr früh zur Expansion, um schnelle Profite für ihre Anleger generieren zu können. Eine gute Gründungsberatung kann dabei helfen, Fördermöglichkeiten zu finden und bei der Beantragung zur Seite stehen. Bund und Länder legen regelmäßig verschiedenste Förderprogramme auf, um jungen Gründerinnen und Gründern beim Start unter die Arme zu greifen. Wenn es ums Geld geht, ist das Thema Steuern, Recht und Versicherungen auch nicht weit weg.

Erste richtungsweisende Tipps können hier schon in der Gründungsphase helfen, essentielle Fehler zu vermeiden. Ist man erst einmal in den großen Unternehmensteich gesprungen, geht es darum, von den potenziellen Kundinnen und Kunden entdeckt zu werden. Dafür gibt es Marketingstrategien, die festlegen, welche Tools man nutzen kann, um die eigenen Zielgruppen zu definieren und wie bzw. wo diese am besten adressiert werden können. Diese Strategien sind essentiell für das Überleben des eigenen Unternehmens, da Marketingmaßnahmen teuer sind und darum gleich greifen sollten, sonst könnte die Nachfrage schnell versanden und das Abenteuer schon beendet sein, bevor man richtig gestartet ist. Last but not least, sollte die Beratung Tipps und Tricks zur Zusammensetzung des Teams beinhalten, will man nicht als eierlegende Wollmilchsau alles alleine stemmen. Gerade Hinweise zur richtigen Personalauswahl für die Zusammensetzung eines effektiven Teams sind essentiell für den Erfolg eines Spin-offs bzw. Start-ups.

Neben der allgemeinen Gründerberatung gibt es auch spezielle Themen und Einrichtungen, die inzwischen an keiner Hochschule mehr fehlen sollten.

Ideenwettbewerbe

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Ein Ideenwettbewerb kann Gründerinnen und Gründern dabei helfen, ihre Idee weiterzuentwickeln bzw. zu konkretisieren. Die Teilnahme an einem Ideenwettbewerb kann der eigenen Geschäftsidee den nötigen Schub geben oder den Feinschliff, den die Rohidee noch gebraucht hat z.B. durch die Unterstützung von Coaches und Expertinnen/Experten sowie den intensiven Austausch mit anderen Gründerinnen und Gründern. Denn beim Ideenwettbewerb geht es in erster Linie darum, kreative Kräfte zu aktivieren. Die Anzahl von Teilnehmenden, Mitwirkenden und Expertinnen/Experten kann fest oder dynamisch sein, wobei es das gemeinschaftliche Ziel ist, innovative Ideen zu einem bestimmten Bedarf oder Problem einzureichen und diese dann zu bewerten und nach Qualität zu filtern. Ideenwettbewerbe sind nicht nur für Hochschulen eine geeignete Spielwiese, um kreative Köpfe zu identifizieren und Lösungen für vorhandene Probleme zu finden, sondern gerade die Industrie ist damit schon länger umtriebig und nutzt Ideenwettbewerbe als Teil ihrer Open Innovation Strategy.

Hier einige erfolgreiche Beispiele:

1) LEGO

Nach schweren Zeiten in den 1990er Jahren hat LEGO eine Strategie entwickelt, die Kundinnen und Kunden in den Mittelpunkt stellten. Diese Strategie war unter dem Namen LEGO's Shared Vision bekannt. Um innovative neue LEGO Sets zu entwickeln, die auf dem Markt erfolgreich sein können, startete LEGO die LEGO Ideas, eine Initiative, die auf einem offenen Innovationsmodell basiert. Auf einer Website können LEGO-Konsumierende online ihre eigenen LEGO-Sets entweder mit LEGO-Steinen oder mit 3D-Computeranwendungen entwerfen. Sobald die Idee eine gezielte Abstimmung erreicht hat, kann LEGO sie als ein neues Produkt betrachten und einen kleinen Teil der Einnahmen an die Schöpferinnen und Schöpfer des Sets abgeben. Dieses Modell trägt dazu bei, den Verbrauchenden das Gefühl zu geben, ein Teil des Unternehmens geworden zu sein und seine Bindung zum Unternehmen und dessen Produkte zu stärken.

2) FraPort (Flughafen Frankfurt am Main)

2016 veranstaltete der Flughafen Frankfurt einen Ideenwettbewerb, um den Flughafen der Zukunft zu gestalten - egal ob Yoga-Raum, Gaming World oder AirLebnis Tage. Mehr als 600 innovative Ideen wurden eingereicht, die sechs Erstplatzierten konnten Preise im Gesamtwert von 7.000 Euro gewinnen. Und gesiegt hat der Vorschlag für ein Innovation Space zum spontanen Networking, während man auf den Flieger wartet. Da die Idee so gut ankam, lebt der Wettbewerb auch heute noch als „Frankfurt Airport Innovation Challenge“. Diese Initiative wird getragen von der Deutschen Lufthansa AG, der Fraport AG und der Condor Flugdienst GmbH.

3) AirBerlin

Laut Flugrevue.de suchte die Fluggesellschaft AirBerlin über den Hochschulwettbewerb „Fliegen im 21. Jahrhundert“ Ideen für das umweltschonende Fliegen der Zukunft. Neben attraktiven Praktikumsplätzen konnten die ersten drei Ideengeber und -geberinnen auch Preise in einer Gesamthöhe von insgesamt 3.500 Euro ergattern. Studierende sind für Unternehmen schon lange als wichtige Zielgruppe entdeckt worden. So gibt es mehrmals im Jahr diverse Ideenwettbewerbe von unterschiedlichen Biotech- und Pharmaunternehmen, die auf diesem Wege neue Anschübe für ihre Forschung suchen.

Prototyping Werkstätten

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Eine Prototyping-Werkstatt ist eine spezialisierte Einrichtung, die es Gründerinnen und Gründern ermöglichen soll, ihre bereits marketing-reife Idee in ein erstes Vorzeigeprodukt zu verwandeln. Dazu bietet die Werkstatt meist einen 3D-Drucker an, der unterschiedliche Werkstoffe verarbeiten kann. Prototyping-Werkstätten können z.B. an Hochschulen als Ergänzung zum Beratungsangebot existieren oder Teil eines Maker Spaces sein.

Doch was bedeutet eigentlich Prototyping? Laut TechNavigator.de ist das Prototyping ein fundamentaler Schritt in der Welt der Produktentwicklung und des Designs. Es ermöglicht die Umwandlung abstrakter Ideen in konkrete Modelle und spielt eine Schlüsselrolle in der Fehlererkennung, Designverbesserung und Sammlung von Kundenfeedback. Prototyping verkürzt die Entwicklungszeit und beschleunigt den Innovationsprozess. Bei den Prototypen unterscheidet man 2 Kategorien: 1) Low Fidelity: Diese Prototypen sind schnell und einfach zu erstellen und dienen dazu, die grundlegenden Funktionen und das Design des Produkts zu testen. 2) High Fidelity: Diese Prototypen sind aufwändiger zu erstellen und dienen dazu, das Produkt in einem späteren Entwicklungsstadium zu testen.

Incubator- und Acceleratorprogramme

Incubator- und Accelerator-Programme sollen Gründerinnen und Gründern helfen, die verschiedenen Phasen ihrer Gründung durch Mentoring, Expertisen und erste Finanzierung zu unterstützen. Bei der Incubator-Phase geht es hauptsächlich um die Reifung der Geschäftsidee, deren Validierung und Optimierung. Genau wie beim Frühchen, das noch nicht fit genug für die große weite Welt ist und in den Inkubator muss, so muss auch eine frühe Geschäftsidee einen Entwicklungs- und Reifeprozess durchlaufen, bevor sie der Öffentlichkeit präsentiert werden kann. In der Accelerator- oder Beschleunigungsphase werden für die inzwischen ausgereifte Idee Finanzgeber gesucht, die in die Geschäftsidee investieren wollen und den Start des Unternehmens damit beschleunigen.

Hürden

Trotz aller Unterstützung seitens der Hochschulen, gibt es laut VC-Magazin.de von 2020 gewaltige Hürden im akademischen Bereich, die es zu überwinden gilt, so z.B.:

  1. Viele Forschende und Studierende tun sich sehr schwer in ihrer neuen Rolle als Gründerinnen und Gründer, vor allem, wenn sie sich vom „wissenschaftlichen Perfektionismus“ verabschieden und sich einem „wirtschaftlichen Pragmatismus“ hinwenden sollen, wo oftmals auch eine suboptimale Lösung genügt oder genügen muss.
  2. Zudem werden häufig Herausforderungen bei der Zusammenstellung von interdisziplinären Teams identifiziert. Es ist wichtig, dass Gründende mit Teammitgliedern aus anderen Disziplinen zusammenarbeiten und eine gemeinsame Teamidentität entwickeln, damit sie einer gemeinsamen Unternehmensstrategie folgen können. Dazu ist innerhalb dieses interdisziplinären Teams ein effektiver Informationsaustausch essentiell. Und hier beginnen auch schon häufig die Probleme, denn oftmals werden geteilte Informationen von Teammitgliedern mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen zum Teil anders wahrgenommen, interpretiert und bewertet. Dieser Prozess wird stark von dem unter Umständen begrenzten Vertrauensverhältnis zwischen den unterschiedlichen Teammitgliedern beeinflusst. Diese Dynamik gilt es gleich am Anfang zu erkennen und ihr zu begegnen. Eine weitere Herausforderung für interdisziplinäre Gründungsteams besteht im Entwickeln und Verfolgen einer gemeinsamen Vision und der sich daraus entwickelten Strategie ihres Gründungsvorhabens. Dies ist durchaus schwierig, weil der Gründungsprozess eine Fülle neuer Informationen generiert, die von unterschiedlich ausgebildeten Teammitgliedern auch unterschiedlich interpretiert und bewertet werden kann, was zu einem Auseinanderdriften von Vision und strategischen Präferenzen führen wird.
  3. Häufig steht beim Gründungsgeschehen die mögliche Kommerzialisierung zu sehr im Vordergrund, während die spielerische Annäherung ans Gründen vernachlässigt wird. Insbesondere fakultätsübergreifende, praxisorientierte Formate wie Hackathons oder Makeathons sollten als willkommene Spielwiese betrachtet werden, um Ideen auszuprobieren. So werden vor allem auch Studierende angesprochen und motiviert, die sich nicht primär für kommerzielle Technologieanwendungen interessieren. Im Erleben des Teamprojekts kann sich deren unternehmerisches Interesse jedoch entwickeln. Damit ergibt sich die reale Möglichkeit interdisziplinäre Gründungsteams zu bilden, die die entwickelten Projekte weiterverfolgen oder sich gemeinsam neuen Herausforderungen widmen.

Fazit

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Gründerinnen und Gründer aus Hochschulen und Unternehmen nehmen einen Großteil an spezialisiertem Wissen mit in ihr neues Unternehmen. Doch damit allein ist noch kein Erfolg garantiert. Damit aus diesem Ausflug eine Erfolgsstory werden kann und dieses Wissen der Gesellschaft von Nutzen sein kann, muss jede Ausgründung sehr gut vorbereitet und begleitet werden, denn zumindest an Hochschulen wird das Gründungswesen nur vereinzelt an manchen wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten gelehrt. Und dies deckt dann hauptsächlich die theoretischen Grundlagen, aber nicht die praxisrelevanten Herausforderungen ab. Neben vielen Hilfsprogrammen wie Gründerberatung und Ideenwettbewerben gibt es auch Einrichtungen wie Maker Spaces und Prototyping-Werkstätten sowie Incubator- und Accelerator-Programme, die bei der geplanten Ausgründung das nötige theoretische und praktische Wissen vermitteln sollen, um eine erfolgreiche Startphase zu garantieren. Am Anfang der Ausgründung besteht sowohl bei Hochschulen sowie bei Unternehmen die Möglichkeit, das neue Unternehmen unter der Obhut des großen Partners zu begleiten und den intraorganisatorischen Wissenstransfer beizubehalten. Aber spätestens mit der Abnabelung, wenn das neue Unternehmen komplett auf eigenen Füßen steht, wechselt die Art des Wissenstransfers hin zum interorganisatorischen mit neuen Bestimmungen und Regeln.

Durch den aktiven Transfer von Ideen und Technologien leisten Hochschulen einen wichtigen Beitrag für die Wirtschaft sowie die Gesellschaft und sichern so auch den Wohlstand von morgen. Und eine besondere Form des Wissenstransfers sind Ausgründungen, die an Hochschulen eine besondere Förderung durch das Hochschulpersonal erfahren.

Auch die Universität Tübingen besitzt ein Start-up Center, dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Euch gerne bei allen Fragen rund um das Thema informieren und beraten:

Start-up Center der Universität Tübingen

Sandra Gässler und Daniel Heblik

Ob dem Himmelreich 7

72074 Tübingen

gruenden@uni-tuebingen.de

Autor

Prof. Dr. Jochen Hirsch, Leiter der Wirtschaftskoordination der Universität Tübingen

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