Wirtschaftskoordination

Aktuelle Projekte

Die nächste Ausschreibungsrunde der Innovation Grants endet am 28.02.2020.

Die Innovation Grant Ausschreibung ist ein personenbezogenes Förderprogramm der Exzellenzinitiative der Universität Tübingen. Es wird an junge Nachwuchsforscherinnen und -forscher in den Natur- und Lebenswissenschaften sowie in den Geistes- und Sozialwissenschaften vergeben. Diese erhalten die Möglichkeit, ihre in der Doktorarbeit gewonnenen Erkenntnisse in verwertbare Verfahren, Dienstleistungen oder Produkte umzusetzen.

Förderbare Anträge müssen in Aussicht stellen, dass die Ergebnisse wirtschaftlich verwertbar sind oder durch diese Kooperationen mit außeruniversitären Einrichtungen etabliert werden können.

Die Kriterien für die Vergabe sind der Innovationsgehalt des Antrags und dessen wirtschaftliche Attraktivität und Durchführbarkeit. Des Weiteren zählt der wissenschaftliche Hintergrund der Kandidaten und die wissenschaftliche Qualität in Hinsicht auf Relevanz, Originalität sowie die Aktualität der zugrundeliegenden Arbeit.

Eine Bewerbung ist 2x im Jahr möglich (Einreichungsfrist 28.02. und 31.08.).

Erfahren Sie mehr: Innovation Grants (Lebens- und Naturwissenschaften) oder (Geistes- und Sozialwissenschaften)

 

Eine Übersicht über die zur Zeit geförderten Innovation Grant Projekte finden Sie hier:

Thomas Christian Kübler:  Methoden zum automatisierten Vergleich visueller Suchpfade in Realszenarien

Barbara Bergmann:  Polizeiliches Risikoscreening junger Straftäter

Klaus Brilisauer:  Ein neuer, cyanobakterieller Wirkstoff mit potentieller antimikrobieller und herbizider Wirkung

Eva Maria Brauchle:  Entwicklung einer Raman Spektroskop-basierten Plattform für die medizinische Diagnostik an Körperflüssigkeiten

Nadine Schilling:  Strukturoptimierung und gesteigerte Wirkung des neuen Antibiotikums Lugdunin für den klinischen Einsatz bei Infektionen mit gram-positiven Problemkeimen

Maximilian Priester-Lasch:  Interchange - Intercultural Change Management

Fabian Schrodt:  Kognitive Spielcharaktere und starke KI in Spielen

Simon Drescher:  Disruptive Rhetorik - Strategische Innovationsförderung in Unternehmen

Wolfgang Fuhl:  Framework für die automatisierte Annotation von Trainingsdatensätzen für Computer Vision - Algorithmen und Erstellung trainierter Modelle

Stefanie Maurer:  Validierung von Strategien zur therapeutischen Neutralisation von RANKL in Tumorpatienten

Martin Pflügler: Entwicklung und Charakterisierung eines bispezifischen FLT3xCD3 Antikörpers zur Behandlung von Leukämien

 

Innovation Grants Kuebler

Thomas Christian Kübler: Methoden zum automatisierten Vergleich visueller Suchpfade in Realszenarien

Das wirtschaftliche Interesse an der Technologie zur Aufzeichnung von Blickbewegungen, dem sogenannten Eye-Tracking, ist in den letzten Jahren rasant gestiegen. Die Arbeitsgruppe Perception Engeneering um Juniorprofessorin Enkelejda Kasneci am Lehrstuhl für Technische Informatik hat in den letzten Jahren dazu beigetragen, die ursprünglich für Laborbedingungen entwickelte Technologie auch für Alltagsanwendungen robust zu machen. Herr Kübler hat fortgeschrittene Methoden zur automatischen Analyse und zum Vergleich von Augenbewegungsmustern in Realszenarien erforscht und implementiert. Dabei werden sequenzbasierte Merkmale verwendet, die die wichtigste Eigenschaft des Blickverhaltens sowie die zeitliche Frequenz abbilden können. Die Methode ist dadurch deutlich sensitiver und gleichzeitig resistenter gegenüber Messungenauigkeiten. In einer Kooperation mit der Daimler AG wurde die Methode zur Erkennung der Nebentätigkeit, die der Fahrer ausübt, eingesetzt und es konnte nachgewiesen werden, dass die Erkennung einer bestimmten Nebentätigkeit bei autonomer Autofahrt schon anhand einer nur fünf Sekunden langen Augenbewegungssequenz mit hoher Genauigkeit möglich ist. Prinzipiell sind diese Methoden dazu geeignet eine Vielzahl weiterer interessanter Parameter, wie z.B. das Blickverhalten beim Betrachten von Kunstwerken, aber auch von Chirurgen während mikroinvasiver Operationen, aus den Eye-Tracking Daten abzuleiten. Weitere mögliche Anwendungen sind die Einschätzung der Fahrtüchtigkeit eines Fahrzeugführers, die Auswirkung von Marketingtechniken und Design von Werbemitteln und vieles mehr. Im Rahmen der Innovation Grant-Förderung sollen diese Methoden angepasst und zur Marktreife weiter entwickelt werden, um die automatisierte Analyse von Blickpfaden als Dienstleistung anbieten zu können. 
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Bergmann klein2

Barbara Bergmann: Polizeiliches Risikoscreening junger Straftäter

Für die Einschätzung des Kriminalitätsrisikos von jungen Straftätern bleibt Polizeibeamten meist nur ihre Erfahrung. Jüngste Ergebnisse zeigen, dass ihre erfahrungsbasierten Einschätzungen verzerrt sein können. Gemeinsam mit mehreren Landeskriminalämtern soll ein Instrument entwickelt werden, mit dem auf systematische Weise die „Brennpunkte“ aber auch Potenziale im Leben eines jungen Straftäters identifiziert werden können, um zukünftiges kriminelles Verhalten zu verhindern.
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Innovation Grants Brilisauer

Klaus Brilisauer:  Ein neuer, cyanobakterieller Wirkstoff mit potentieller antimikrobieller und herbizider Wirkung

Die Shikimatbiosynthese stellt für Pflanzen und viele Mikroorganismen einen essentiellen Stoffwechselweg für die Synthese vieler aromatischer Verbindungen dar. Da dieser Stoffwechselweg bei Mensch und Tier nicht vorhanden ist, stellen dessen Enzyme attraktive Ziele für die Entwicklung neuer, selektiver antimikrobieller und herbizider Wirkstoffe dar. Der entdeckte, cyanobakterielle Metabolit wirkt als selektiver Inhibitor der Shikimatbiosynthese. Die in der Arbeitsgruppe neu etablierte chemoenzymatische Synthese ermöglicht eine schnelle und einfache Produktion der Substanz. Im Rahmen des Innovation Grants soll das wirtschaftliche Potential des Wirkstoffs für eine optimale Vermarktung aufgeklärt werden. Hierfür sollen in Universitäts- und Firmenkooperationen die antimikrobiellem, antifungalen und herbiziden Eigenschaften der Substanz untersucht werden.
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Innovation Grants Brauchle

Eva Maria Brauchle: Entwicklung einer Raman Spektroskop-basierten Plattform für die medizinische Diagnostik an Körperflüssigkeiten

Die Entnahme von Blut und die Bestimmung von Blutwerten gehört zur Routinekontrolle bei medizinischen Untersuchungen. Bei soliden Tumoren, wie dem Mammakarzinom, sind Blutanalysen häufig nicht aussagekräftig genug um eine Diagnose zu stellen. Hier werden hauptsächlich Mammographie-Screenings und Biopsie-Entnahmen eingesetzt. Neue Methoden, die schnell und kostengünstig, basierend auf einer Blutprobe Erkrankungen detektieren können, sind für die medizinische Diagnostik von großem Interesse. Raman Spektroskopie ist ein Verfahren, mit dem berührungsfrei die molekulare Zusammensetzung von Flüssigkeiten und Feststoffen bestimmt werden kann. Die Methode erfordert keine teuren Reagenzien, ist an kleinsten Probenmengen durchführbar und die Resultate sind innerhalb weniger Minuten auslesbar. Mit Hilfe der Innovation Grant Förderung soll ein Konzept für eine Raman Spektroskopie-basierte Analyse-Plattform erarbeitet werden, die es ermöglicht Körperflüssigkeiten zu analysieren. Dazu soll zunächst ein für Screening-Verfahren geeignetes effizientes Probenformat entwickelt werden. Zudem müssen kritische Mess- und Probenparameter identifiziert werden. Die klinische Relevanz der Technik soll untermauert werden, indem Blutseren von Kontrollpatientinnen und Mammakarzinom-Patientinnen, mit der Methode untersucht werden. Die Blutseren werden aus einer Biobank der Universitätsfrauenklink, Tübingen für das Projekt zur Verfügung gestellt.  
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Innovation Grants Schilling

Nadine Schilling:  Strukturoptimierung und gesteigerte Wirkung des neuen Antibiotikums Lugdunin für den klinischen Einsatz bei Infektionen mit gram-positiven Problemkeimen

Pathogene Bakterien stellen eine zunehmende Bedrohung für die Gesundheit des Menschen dar, da viele der gängigen Antibiotika aufgrund von Resistenzbildung keine Wirksamkeit mehr bei der Bekämpfung von Infektionen zeigen. Die Nachfrage nach neuen antibiotischen Strukturen ist daher enorm. 2016 wurde die Entdeckung von Lugdunin publiziert, welches antimikrobielle Aktivität gegen zahlreiche gram-positive Bakterien, darunter auch den multiresistenten „Krankenhauskeim“ Staphylococcus aureus (MRSA), aufweist. In ersten Mausmodellen zeigte Lugdunin eine vielversprechende Wirkung, zudem konnte in bisherigen Experimenten keine Tendenz zur Resistenzbildung festgestellt werden. Im Rahmen des Innovation Grants soll das wirtschaftliche Potential von Lugdunin als neue Leitstruktur für Antibiotika aufgeklärt werden. Dafür werden Lugdunin und ein aktiveres synthetisches Derivat in ausführlichen Studien in Kooperation mit der Mikrobiologie, der Universitätsklinik und externen Firmen geprüft. Die dabei erhobenen Daten sollen die Basis für den klinischen Einsatz von Lugdunin als Antibiotikum schaffen. 
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Innovation Grants Priester Lasch

Maximilian Priester-Lasch: Interchange - Intercultural Change Management

Der indische Markt wird für deutsche Unternehmen immer interessanter. Seit Beginn der Länderpartnerschaft 2015 intensivierten Baden-Württemberg und der wirtschaftlich bedeutendste indische Bundesstaat Maharashtra ihre Kooperationen. Allerdings scheitert ein Großteil der deutsch-indischen Gemeinschaftsunternehmen innerhalb der ersten drei Jahre. Meist sind dafür weiche Faktoren verantwortlich, wie informelle Hierarchien, Sprachbarrieren oder organisationskulturelle Unterschiede. An diesem Punkt setzte bereits das Dissertationsprojekt von Herrn Priester-Lasch an. Er untersuchte dabei die organisationskulturelle Integration mehrere Geschäftseinheiten eines deutschen Unternehmens an einem indischen Standort. Aus der mehrjährigen Begleitung des Projekts ergaben sich umfangreiche Desiderate für die Umsetzung von interkulturellem Change Management bei der deutsch-indischen Zusammenarbeit. Das Dissertationsprojekt entstand im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 923 „Bedrohte Ordnungen“ und am Lehrstuhl von Prof. Dr. Gabriele Alex in der Abteilung für Ethnologie, Asien-Orient-Institut. Innerhalb der Innovation Grant-Förderung entwickelt Herr Priester-Lasch in Kooperation mit der MTO GmbH und der Deutsch Indischen Gesellschaft, Zweiggesellschaft Stuttgart e.V., ein Beratungskonzept für international ausgerichtete Unternehmen, die ein Joint Venture mit einem Geschäft in Indien eingehen, eine Niederlassung in Indien etablieren oder Veränderungen in einer bereits bestehenden Zweigstelle auf dem Subkontinent planen. Das Beratungskonzept soll dabei deutsche Unternehmen unterstützen, etwaige organisationskulturelle Konflikte zu identifizieren und auf diese durch entsprechende Maßnahmen zu reagieren bzw. Konflikten vorzubeugen.
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Innovation Grants Schrodt

Fabian Schrodt: Kognitive Spielcharaktere und starke KI in Spielen

Forschungen an künstlicher Intelligenz führten in den letzten Jahren zu bahnbrechenden Erfolgen, und viele dieser Erfolge ebneten den Weg für neue Produkte auf neuen Absatzmärkten. Dies gelang nicht zuletzt dadurch, dass man sich an der Kognition intelligenter Lebewesen orientierte und so zu generelleren Lernalgorithmen gelangte, die auf verschiedenste Probleme angewendet werden konnten. Das intelligente und selbst das fehlerhafte Verhalten von Computerspielcharakteren ist im Gegensatz dazu jedoch noch immer überwiegend regelbasiert, statisch und spezialisiert und das Resultat aufwändig programmierter Skripte. Dieses durch den Innovation Grant geförderte Projekt verfolgt das Ziel, Spielcharaktere mit einer kognitiv plausiblen, flexiblen und lernfähigen Psyche auszustatten. Herr Schrodt strebt an, eine zeitgemäße und innovative KI-Architektur für den Spielemarkt zu entwickeln und damit ein neues Spielkonzept zu etablieren. Er hat mit seinen Forschungen zu neurocomputationalen Grundlagen sozialer Intelligenz, sowie der Einbettung einer kognitiven Architektur in einen Super Mario Klon die Grundlagen für dieses Projekt gelegt, in welchem ein kommerzielles Spiel für mobile Endgeräte als Machbarkeitsnachweis entwickelt wird.
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Simon Drescher: Disruptive Rhetorik - Strategische Innovationsförderung in Unternehmen

Permanenter Innovationsdruck erzeugt die Notwendigkeit für Unternehmen, ihr Business Development mit effizienten und agilen Prozessen auszurüsten. Innovation Labs und Think Tanks, aber auch die kontinuierlichen Verbesserungsprozesse müssen daher über Methoden verfügen, bisherige Strukturen, Produkte und Projektorganisationen strategisch sinnvoll zu hinterfragen und damit ihr Entwicklungspotential zu vergrößern. Vorgänge dieser Art sind kommunikativ hoch komplex, da es um den Abbau alter Vorstellungen und eingefahrener Denkmuster geht, die sich in festen Narrativen etabliert haben. Der operationalisierte Zweifel muss stets produktiv bleiben, um wieder zu neuen Überzeugungen und Entscheidungen zu führen. Daher setzt dieser Kommunikationsprozess eine hohe Kompetenz der Disruptive Rhetoric voraus, also strategischer kommunikativer Verfahren des Hinterfragens und neuer Entscheidungsbildung. In diesem Projekt soll ein Disruptive Rhetoric Framework für Innovationsprozesse in Unternehmen entstehen. Dieses ermöglicht produktive Zweifelskommunikation und anschließende Entscheidungsgewinnung in Innovationsprozessen. Auf diese Weise werden rhetorische Verfahren zu innovationsfördernder Reflexion und anschließender Kreativität nutzbar gemacht und durch eine Kommunikations-Prozesslandschaft als Werkzeug für Prozessmanager verfügbar.
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Wolfgang Fuhl: Framework für die automatisierte Annotation von Trainingsdatensätzen für Computer Vision - Algorithmen und Erstellung trainierter Modelle

Algorithmen der künstlichen Intelligenz finden inzwischen unzählige Anwendungen, insbesondere im Bereich der automatisierten Bildanalyse. Als Grundlage zum Training sog. Deep-Learning-Verfahren dienen annotierte Daten, zu deren Erzeugung jedoch ein großer Aufwand betrieben werden muss. Dieser Prozess wird meistens manuell bewerkstelligt. In diesem Vorhaben wird ein bereits im Rahmen der Promotion entwickelter Prototyp einer Annotationssoftware für die automatisierte Annotation von Strukturen in Bilddaten erweitert. Dieser soll von Firmen lizenziert werden. Bereits im heutigen Zustand enthält dieses Framework eine Reihe von Verfahren zur präzisen, vollautomatischen Annotation von Strukturen in Bilddaten. Ursprünglich fand dieser Prototyp Anwendung im Bereich Eye-Tracking zur Annotation von Bildern der Augenregion (Pupille, Augenlider etc.) Hierdurch konnten Ground-Truth-Datensätze zur Verfügung gestellt werden, die dann zum Training von Deep-Learning-Verfahren eingesetzt wurden. Die Annotationssoftware soll so weiterentwickelt werden, dass sie für beliebige bildbezogene Annotationen verwendet werden kann. Für die Vermarktung sind vorerst zwei Szenarien vorgesehen: (1) Das erste Szenario sieht die reine Erstellung von großen annotierten Datensätzen für Modellentwicklungen in sicherheitskritischen Anwendungen vor. Vor allem sind hier die Anwendungen bildbasierter Systeme im Bereich autonomes Fahren sowie die medizinische Bildverarbeitung zu nennen. (2) Im zweiten Szenario geht es um die Verwendung der generierten Modelle. Hierbei liegt der Nutzen darin, dass vortrainierte Modelle über das Framework in Kundensoftware eingebunden werden sollen. Die Anwendung hierfür sieht Herr Fuhl im Bereich der Gestensteuerung, Eye-Tracking, Fahrerbeobachtung, Smartphone-Anwendungen.
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Stefanie Maurer: Validierung von Strategien zur therapeutischen Neutralisation von RANKL in Tumorpatienten

Metastasierte Tumore gehören zu den größten klinischen Herausforderungen und sind meist nicht kurativ behandelbar, was u.a. durch die Entstehung von Resistenzen gegen vorhandene (Chemo-)Therapien begründet ist. Die Zulassung neuer onkologischer Präparate ist rückläufig, da die Entwicklungsprozesse kostenaufwändig und risikoreich sind.  Receptor Activator of Nuclear Factor κB und sein Ligand (RANK/RANKL), welche im Mittelpunkt des Vorhabens stehen, sind vorrangig hinsichtlich ihrer Rolle im Knochenstoffwechsel bekannt. RANKL vermittelt dabei Knochenabbau, und mittlerweile ist ein RANKL-neutralisierender Antikörper (Denosumab) zur Behandlung benigner und maligner Osteolysen zugelassen. Blutplättchen exprimieren nach Aktivierung RANKL (platelet-derived, pRANKL) auf ihrer Oberfläche, was zu einer Stimulation des Rezeptors RANK führt, der von Tumorzellen exprimiert wird, und Metastasierung und Chemotherapie-Resistenz von Tumorzellen induziert. Durch Neutralisation von RANKL beispielsweise mit Denosumab können diese Effekte verhindert werden. Das durch den Innovation Grant geförderte Projekt soll die Bedeutung von (p)RANKL bei der Metastasierung und Resistenzbildung in verschiedenen Tumorentitäten untersucht werden. Aufgrund der bestehenden Zulassung von Denosumab können die Ergebnisse durch eine mögliche Indikationserweiterung direkt Patienten zu Gute kommen. Auch ökonomisch ist dieses drug repurposing hochinteressant, da auf diese Weise ein Großteil der sowohl risikobehafteten als auch kostenintensiven Anforderungen bei der Arzneimittelentwicklung entfällt.
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Pfluegler klein2

Martin Pflügler: Entwicklung und Charakterisierung eines bispezifischen FLT3xCD3 Antikörpers zur Behandlung von Leukämien

In letzter Zeit sind mit Strategien, die T-Zellen gegen Tumorzellen mobilisieren, aufsehenerregende Erfolge bei der Krebsbehandlung erzielt worden: So können z.B. bispezifische Antikörper, die mit einem „Zielteil“ gegen ein tumorassoziiertes Antigen gerichtet sind und mit einem „Effektorteil“ den T-Zell-Rezeptor (TCR)/CD3-Komplex auf T-Zellen stimulieren, diese Zellen erfolgreich gegen einen Tumor aktivieren. Vor kurzem ist der Prototyp dieser Substanzklasse, Blinatumomab, im Rahmen einer „break through-designation“ zur Behandlung lymphatischer Leukämien zugelassen worden. Allerdings können bispezifische Antikörper durch „off-target“ – Aktivierung von T-Zellen auch erhebliche Nebenwirkungen verursachen, die die Applikation optimaler Dosen verhindern. In dem nun vorliegenden Projekt wurde ein neuartiges Format für bispezifische Antikörper auf ein FLT3xCD3 Molekül übertragen, welches nicht nur zur Behandlung lymphatischer sondern auch von myeloischen Leukämien eingesetzt werden kann. Das bispezifische Format des Antikörpers bietet im Vergleich zu anderen gegenwärtig in Entwicklung befindlichen Konkurrenzprodukten eine verlängerte Halbwertszeit und dadurch verringerte „costs of goods“, sowie eine praktikablere Applikation. In diesem Projekt soll der bispezifische Antikörper (CC-2) nun weiter optimiert werden und es soll ebenfalls gezeigt werden, dass die Effektivität des Antikörpers durch eine Kombination mit TKIs weiter gesteigert werden kann Ziel dieser Arbeiten ist es, die Grundlage für eine klinische Studie mit dem CC-2 Antikörper zu schaffen.
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Ausschreibung

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Hier finden Sie die Details zur Ausschreibung der Innovation Grants für die Natur- und Lebenswissenschaften sowie für dir Geistes- und Sozialwissenschaften.

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Die nächste Ausschreibungsrunde der Innovation Grants endet am 28.02.2020.

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